Verordnung vom Arzt: Was muss drin stehen?

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Die häufigste Ursache für abgelehnte Haushaltshilfe-Anträge ist eine unvollständige ärztliche Verordnung. Hier ist die Checkliste, die jede Kasse akzeptiert.

Die 6 Pflichtangaben

Eine korrekte Verordnung enthält:

  1. Patient:in: Name, Geburtsdatum, Versichertennummer
  2. Diagnose (mit ICD-10-Code, z. B. „M54.5 Kreuzschmerz")
  3. Begründung: „Haushaltsführung medizinisch nicht möglich"
  4. Voraussichtliche Dauer (z. B. „4 Wochen ab 15.06.2026")
  5. Anzahl Wochenstunden (z. B. „20 Std./Woche")
  6. Datum, Praxisstempel, Unterschrift

Welches Formular?

  • Muster 17 – offizielles Formular für Haushaltshilfe & Hauskrankenpflege
  • Formloses Attest wird von vielen Kassen ebenfalls akzeptiert, wenn alle 6 Angaben enthalten sind

Mustertext für Ihren Arzt

Sehr geehrte Damen und Herren, Frau / Herr [Name], geb. [Datum], leidet an [Diagnose, ICD]. Aufgrund der Erkrankung ist die selbstständige Haushaltsführung nicht möglich. Ich verordne Haushaltshilfe nach §38 SGB V im Umfang von [X] Stunden pro Woche für die Dauer von [X] Wochen ab [Datum]. Mit freundlichen Grüßen, [Praxisstempel, Unterschrift]

Wer darf verordnen?

  • Hausarzt (am häufigsten)
  • Facharzt (bei spezifischen Indikationen)
  • Klinikarzt (bei Entlassung – wichtig!)
  • Frauenarzt (bei Schwangerschaft – §24h SGB V)

Typische Fehler

  • ❌ „Patient kann sich vorübergehend nicht selbst versorgen" – zu schwammig
  • ❌ Keine Dauer angegeben
  • ❌ Diagnose fehlt
  • ❌ Wochenstunden vergessen → Kasse setzt Minimum an

Wenn der Arzt zögert

Manche Ärzte sind unsicher, weil Haushaltshilfe nicht ihr Regelfall ist. Zeigen Sie ihm/ihr diesen Artikel oder bitten Sie um ein formloses Attest mit den 6 Angaben.

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